Leer


Meine Eltern machten es biblisch richtig: Meine Mutter hatte im Zeitraum von ca. 1984 bis 1989 den besonderen Wunsch, von Hannover nach Leer in Ostfriesland umziehen zu wollen, dominierte aber nicht ihren Mann, manipulierte ihn auch nicht. Er selbst wollte auch konkret 1989 nach Leer umziehen; stellte aber vorher vier erfüllbare Bedingungen, von denen ich nur noch eine weiß: Er wollte sichergestellt wissen, dass er zur Not, wenn kein Auto da war, zu Fuß in den Sonntagsgottesdienst gelangen konnte (im Rollstuhl schiebenderweise; er musste ungefähr 1,2 Kilometer geschoben werden, wenn es zu Fuß ging)! Das war nur eine von vier Bedingungen, die er aufgeschrieben hatte. Und diese Bedingungen wurden ihm auch erfüllt! Er selbst wollte es auf diese Weise wissen, ob das Vorhaben Gottes Willen entsprach! Es war sein Vlies (wie Gideon; Rich. 6, 36 ff.; Joh. 10, 27). Und meine Mutter hatte diese Geduld aufgebracht, wofür ich Gott noch heute dankbar bin! Link.

Mutti war - vielleicht notgedrungen - die treibende Kraft, was den Umzug anging. Sie wollte aus zwei Gründen von Hannover nach Leer umziehen: Einmal war da die sehr laute Krähe beim unmittelbaren Nachbarn in Hannover, nahe dem großen Krankenhaus. Diese Krähe machte meiner Mutter das Leben nicht gerade leicht, weil sie fast immer laut "sang"! Zum Zweiten und noch wichtiger wollten unsere Eltern, besonders Mutti, um Jesu willen zu der Lehre des Hans-Peter Grabe und zu der guten Ortsgemeinde. Das finde ich bemerkenswert. Das finde ich schön; es ist alles Gottes Gnade!

Urlaube in Leer-loga

Meine Mutter war vor 1989 einige Male in Leer, eigentlich, um einen Bauunternehmer zu finden. Sie machte dabei Freunde, zum Beispiel Roswitha Kratsch und die liebe, gottesfürchtige Elfriede. Meine Eltern hörten Hans-Peter Grabe wegen seiner sehr guten Predigten gerne. Ganz besonders schön: Gott sprach damals zu meiner Mutter im Leeraner Schlosspark in Loga hinter der Evenburg während solch eines Urlaubs: "Hier in Loga wirst du Ruhe finden." Und so wollten sie, unsere Eltern, nach Leer ziehen, was ihnen beiden dann auch im Herbst 1989 gelang.

Fest in Leer

In Leer-Loga wurde bis September 1989 erst einmal gebaut. Unser Haus. Ja, es musste gebaut werden, es war ein ziemlich großes Grundstück, auf dem sich zunächst noch nichts befand. Das Haus wurde so geplant und gebaut, dass es gut für meinen im Rollstuhl sitzenden Vater passte. Das ganze Grundstück belief sich auf 450 m2.

Ein Kind, das diesen Umzug mitbekam, sagte: "Müsst ihr denn ins Ausland ziehen?" - "Wieso denn Ausland? Ist doch gar kein Ausland!" - "Ihr geht doch nach Ostfriesland. Und Ostfriesland ist ein Land!"

Ich zog 1989 quasi mit nach Leer, weil ich arbeitslos war. Von Essen (Ruhr) aus.

Gelenkte Wildnis

In Leer-Loga entwarf meine Mutter 1988 oder 1989 einen schönen Garten, mit "gelenkter" Wildnis. Ein späteres Bild von 1998:

Man sieht hier auf dem Foto den Tulpenbaum; er ist im Bild abgeschnitten, aber vielleicht kann man ihn erkennen.

In Leer sahen wir viele schöne Dinge wie zum Beispiel das Filsumer Moor. Ich lernte das "Urgestein" Dr. Geyken kennen, der unser Hausarzt war (Dr. med. Friedrich Geyken. Er entstammte einer bekannten Medizinerfamilie in Leer-Loga, die dort über ein Jahrhundert lang praktizierte.) - Später finde ich die Logabirumer Schweineweide.


Kleine Zugabe

Wirklich schöne Musik: Hier ist sie.